Strukturierung des Lebensraums

Strukturierung des Lebensraums

Nach dem wir bereits versucht haben Außenreize für unsere Katzen in die Wohnung zu holen, geht es nun um eine artgerecht Gestaltung des Lebensraums unserer Wohnungskatzen.
In erster Linie benötigt die Katze Schlaf- und Rückzugsorte, Sonnenplätze, Kratzmöglichkeiten, Beobachtungspunkte, Explorationsmöglichkeiten, Spiel- und Klettermöglichkeiten, Ausscheidungsplätze, Fress- und Trinkplätze

Drei goldene Regeln:

  • Die Katze benötigt in der Regel von allem immer mindestens zwei (Schlafplätze, Rückzugsorte, Toiletten…)
  • Hat man mehrere Katzen sollte man mindestens immer alles in der Anzahl der Katzen + 1 (n+1) bereitstellen.
  • Die Anzahl der Katzen in einem Haushalt sollte, die Anzahl der vorhandenen Räume und der streichelnden Hände nicht übersteigen (vgl. Sabine Schroll „Miez, Miez na komm“ & „Aller guten Katzen sind …?“

Ruhe & Rückzug

Katzen schlafen am Tag etwa 12-16 Stunden. Die Zeit variiert individuell und ist stark abhängig von Alter, dem Gesundheitszustand und auch von äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel dem Wetter.

Schlafplätze und Rückzugsorte sollten sicher, warm und auch im Alter leicht erreichbar sein.
Die meisten Katzen suchen im Verlauf des Tages verschiedene Ruheplätze auf. Diese sind meist erhöht (Sofa, Fensterbrett, Regale, Tische, etc.), oft vor aufdringlichen Blicken geschützt (Schrankschubladen, Kratzbaumhöhlen, Überdecken, Pappkartons, …), warm und weich (Decken, Kissen, Hängematten, …) und erfüllen das Bedürfnis der Katze nach Sicherheit und Ruhe.
Das ausgeprägte Ruhebedürfnis der Katze und der häufige Platzwechsel für die einzelnen Nickerchen, haben einen physiologischen Hintergrund. Der Stoffwechsel der Katze ist auf die Aufnahme vieler kleiner Mahlzeiten (10-20 Mäuse am Tag) ausgerichtet und reagiert sensible auf längere Hungerperioden. Zwischen den Mahlzeiten verdaut die Katze und regeneriert den Energieverbrauch aus der vorhergehenden Jagd. Daher sollte man eine schlafende, ruhende oder dösende Katze respektieren und nicht stören.

Aussichten & Einsichten

Aussichtsplätze sind von gleicher Wichtigkeit. Eine frei lebende Katze oder eine Katze mit Freigang verbringt einen großen Teil ihrer Zeit mit Beobachtungen ihrer Umwelt (Vögel, Artgenossen, Nachbarshund, fliegende Blätter, Menschen, Autos ….) und dem Studium der Vorgänge in ihrem Territorium.
Einen guten Aussichtplatz zeichnet ein interessanter Blick auf ihr Territorium, eine gemütliche Sitzfläche, nach Möglichkeit mehrere Auf- und Abgänge (Fluchtwege), sowie ein partieller Sichtschutz  aus. Gut geeignet ist ein Kratzbaum mit verschiedenen Ebenen, was gleichbedeutend mit verschiedenen Perspektiven ist, der vor einem Fenster steht, vor dem ein Baum steht.
Beobachten ist generell ein wichtiger Bestandteil des Katzenlebens und man sollte einer Katze erlauben, die ohnehin beschränkten Gelegenheiten nutzen zu können. Mein Kater Tony liebt es zum Beispiel beim Kochen zu zuschauen, alles wird auf das gründlichste untersucht und berochen, jeder Handgriff wird aufmerksam verfolgt. In seinem Tagesablauf stellen diese Küchenevents einen Höhepunkt dar.

Ess- & Trinkgelegenheiten

Ess- und Trinkplätze sollten voneinander getrennt sein, da Katzen selten dort auf Wasser stoßen, wo sie Beute gemacht haben, gehört beides für eine Katze nicht zusammen. Untersuchungen gehen von einem Mehrkonsum von ca. 30% aus, wenn Wasser nicht in direkter Nachbarschaft zum Futter angeboten wird. Wasserstellen sind gewöhnlich ortsfest und werden zu bestimmten Zeiten aufgesucht. Beute wird den ganzen Tag über an den verschiedensten Stellen im Revier gemacht. Daher kommen Sie ihrer Katze entgegen, wenn sie feste Wasserstellen einrichten, aber die Futterplätze variieren.
Für Wasserstellen gilt auch mindestens zwei an verschiedenen Plätzen. Um den meist mäßigen Wasserkonsum Ihrer Katze zu steigern bieten sich folgende Maßnahmen an:

  • Je öfter die Katze auf ihren Streifzügen durch ihr Revier auf Wasser stößt, desto größer ist die Möglichkeit, dass sie ein paar Schlucke zu sich nimmt.
  • Experimentieren Sie ruhig mit der Wasserart. Leitungswasser hat oft einen metallischen Beigeschmack, den Katzen in der Regel ablehnen. Viele bevorzugen ein stilles Mineralwasser. Viele Katzen ziehen frischem Wasser abgestandenes Wasser oder Regenwasser vor. Einige Katzen lieben es bewegt und sind von Zimmerbrunnen begeistert. Eine große Wasserschale mit einem Sprudelstein, einigen ungefährlichen Wasserpflanzen ist ein großer Anreiz zu trinken. Manche Katzen bevorzugen fließendes Wasser aus dem Hahn. Hier hilft eine spezielle Katzentränk, die einen kleinen Wasserstrahl produziert.
  • Nach meiner Erfahrung haben Keramikschalen die beste Akzeptanz. Aber machen Sie doch einfach einen Selbstversuch und stellen Sie ihrer Katze verschiedene Schalen mit unterschiedlichen Wassersorten zur Verfügung.
  • Fleischbrühe, Thunfischsaft oder mit Wasserverdünnter Zuckerfreier Joghurt können auch den Flüssigkeitshaushalt bereichern. Genauso können Sie ein oder zwei Esslöffel warmes Wasser dem Nassfutter beimischen, um eine erhöhte Wasseraufnahme zu bewirken.
  • Der richtige Ort für einen Wassernapf  ist auch nicht ganz einfach zu finden. Er sollte von Fress- und Ausscheidungsplätzen getrennt sein und in einer ruhigen Zone des Reviers stehen. Auch hier empfehle ich gerne die Entscheidung der Katze zu überlassen und durch ausprobieren die beste Stelle heraus zu finden.

Auch der Futternapf der Katze sollte an einem ruhigen und für die Katze als sicher empfundenen Platz stehen.  Oft zeigen uns Katzen welchen Platz sie als geeignet betrachten, wenn sie sich mit einem geklauten Stück Schinken unter dem Esszimmertisch verkrümeln.
Da, wie bereits erwähnt,  der Stoffwechsel der Katze auf viele kleine Mahlzeiten  (bis zu 20 Mäuse am Tag) ausgelegt ist, sind physiologisch und natürlich viele kleine über den Tag verteilte Mahlzeiten.
Die häufig empfohlenen täglichen zwei Mahlzeiten entsprechen daher nicht den Bedürfnissen der Katze. Lange Phasen ohne Nahrung bedeuten Stress und bergen gerade bei Mehrkatzenhaushalten auf Grund der hohen Erregungslage vor den festen Fütterungen, hohes Konfliktpotential. Die Mahlzeit sollte der Katze für mindestens eine halbe Stunde zur Verfügung stehen, bevor sie entsorgt wird, da viele Katzen währen der Mahlzeit eine Runde im Revier drehen, eine Päuschen machen, oder etwas am Fenster sitzen.
Die Fütterungsmethode „ Ad libidum“ kommt der Katze zwar entgegen, da es ihr ermöglicht häufig kleine Portionen zu essen, birgt aber die Gefahr, dass eine Katze aus Langeweile zu viel frisst. In einem Mehrkatzenhaushalt, kann auch nicht mehr kontrolliert werden, welche Katze welche Menge isst und ob es Veränderungen bei der Nahrungsaufnahme einzelner Tiere gibt. Die gezielte einzelne Fütterung vereinfacht auch die Verabreichung von Medikamenten oder die gelegentlich notwendige Einführung spezieller Diäten.
Viele Katzen verlieren im Alter ihren Appetit. Eigentlich verlieren sie nicht ihren Appetit, sondern ihr Geruchssinn lässt nach und erst damit ihr Appetit. Die Geruchsempfindung kann man durch leichtes Erwärmen des Futters erhöhen. Auch hier ist von Vorteil, wenn die Katze gewohnt ist, dass Futter getrennt von Artgenossen in kleinen Portionen zu erhalten.

Katzenklo Ansprüche & Optimierung

Das Katzenklo ist ein geschützter Platz an dem die Katze keine Übergriffe, sei es von Katzenkollegen oder Menschen ( z. B. keine Medikamente in der Toilette verabreichen) oder anderen Haustieren (Hunde stehen oft auf Katzenkot…) befürchten dürfen.
Toiletten sollten der Katze ausreichend Bewegungsfreiheit gewähren. Die Katze muss sich in der Toilette bewegen, umdrehen und scharren können. Die Katze muss immer Zugang zu den Toiletten haben.

Vier Kriterien sind ausschlaggebend für eine gute Katzentoilette und ihre Platzierung im Revier der Katze :

  • Untergrund: die meisten Katzen bevorzugen einen feinen sandigen Untergrund (Pura, Premiere, …)
  • Überblick: Gute Sicht in alle Richtungen und im besten Fall ein gewisser Sichtschutz (Pflanze) um nicht selber gesehen zu werden. Fluchtmöglichkeiten, keine Sackgassen
  • Ausreichendes Angebot: mindestens zwei Toiletten für eine Katze, sonst Anzahl der Katzen + 1. Die Katze be-nötigt eine Ausweichmöglichkeit, wenn die Benutzung einer bestimmten Toilette zur Zeit gefährlich erscheint (Wenn z. B. der Schleudergang der Waschmaschine neben der Toilette gerade angesprungen ist, oder wenn der dicke Kater von nebenan gerade am Fenster vorbei gegangen ist, unter dem die Toilette steht. )
  • Außerdem setzten Katzen Kot und Urin gerne getrennt voneinander ab. Toiletten, die direkt nebeneinander stehen, zählen für die Katze als eine Toilette.
  • Störungsfreiheit: in einer ruhigen Zone ohne störende Lärmquellen (Waschmaschine, Kinderzimmer, Fön), Wind und Regen geschützt.

Außerdem sollte die Toilette nicht neben dem Schlaf-, Futter- oder Trinkplatz stehen. Die Toilette sollte nicht direkt neben der Badewanne oder Dusche stehen, so dass die Katze Gefahr läuft nassgespritzt zu werden. Bei mehreren Etagen, sollte möglichst in jedem Stockwerk eine Toilette stehen. Auch Freigänger benötigen mindestens eine Toilette im Haus.
Bitte benutzen Sie keine Haubenklos, sie nehmen der Katze den Überblick, lassen nur einen Fluchtweg zu und konzentrieren den Uringeruch
Die Einstreu sollte min. 5 cm hoch, weich und möglichst staubfrei, sehr saugfähig und geruchsbindend sein. Die Streu solle nicht kleben und an den Ballen oder im Fell der Katze hängen bleiben.

Die 3. Dimension:  Catwalks & Kletteroasen

Die Größe der Reviere freilebender Katzen variieren beträchtlich, das kleinste untersuchte Revier betrug 200 m2. Das Revier ist in sich ebenfalls strukturiert und bietet der Katze eine große Menge an Aussichtplätzen, Kletter-und Balan-ciermöglichkeiten.
Diese Fläche werden Sie Ihrer Wohnungskatze nur in den aller seltensten Fällen anbieten können.  Sie können aber die Struktur katzengerecht erweitern und haben damit nicht nur Klettermöglichkeiten und Aussichtsplätze, sondern gleichzeitig auch mehr Bewegungsfläche geschaffen.  Denken Sie bei der Dekoration von Regalen, Schränke, Tischen und Fensterbrettern daran, Ihrer Katze Möglichkeiten lassen, diese Flächen mit zu nutzen.
Katzen benötigen solche erhöhten Aussichtsplätze, da sie Sicherheit durch einen rundum Blick bieten. Gerade in einem Mehrkatzenhaushalt muss man darauf achten, dass jede Katze, jeder Zeit, Zugang zu einem solchen Rückzugsort hat.  Besonders wichtig ist, dass es mindestens zwei Zu- bzw. Abgänge gibt und sich die vermeintliche Sicherheitszone nicht in einen Hinterhalt verwandeln kann.
Viele wunderbare Ideen kann man im Internet finden. Googeln Sie doch einfach mal „Catwalk & Katze“ und sehen Sie sich die Bilder dazu an, ganz bestimmt inspirierend. Weitere einfache Ideen hat auch Sabine Schroll in Ihrem Buch „Miez, Miez – na komme“ zusammen gestellt.
Den maßgeschneiderten Catwalk- Kratzbaum, für alle die nicht handwerklich begabt sind kann man unter www.kingkratzbaum.de oder www.catwalk-kratzbaeume.de  zusammen stellen.
Aber eine dreidimensionale Welt lässt sich auch ohne größere Ausgaben mit alltäglichen Mitteln erreichen und benö-tigt wenig Platz, sondern nur die komplette Raumhöhe.
Man kann einige Regalbretter in Treppenform an einer Wand mit Übersichtpotential anbringen, vielleicht sogar als Aufstiegshilfe für den Kleiderschrank auf dem ein alter Koffer mit einer kuscheligen Decke bereit liegt?
Oder bauen Sie eine Kletterwand. Nehmen Sie einen alten Sisalteppich oder Kokosmatten und befestigen Sie  diese auf einem Holzbrett. Dass schrauben Sie an eine Wand und bringen noch zwei Hutablagen oder Regalbretter in unter-schiedlicher Höhe auf Ihrer Installation an.  Auch ein  Pappkarton mit einem Kissen an einer sonnigen Stelle ist für Ihre Katze ein Highlight.

   

(mit freundlicher Genehmigung von Fussel, Prinz, Joda und Clio, lieben Dank!)

Achten Sie immer darauf, dass die Konstruktionen sicher an der Wand angebracht sind und nicht wackeln oder schwingen, wenn Ihre Katze sie benutzt. Außerdem sollten die Sitzflächen ausreichend groß sein. Die Sitzflächen der meisten konventionellen  Kletterbäume sind zu klein und zu eng über- und nebeneinander angebracht, so dass die Katze weder entspannt liegen noch klettern kann.

Tabuzonen & Exploration

Das Revier der freilaufenden Katze unterliegt ständigen Veränderungen mit der die Katze umzugehen lernt. Das macht sie flexibel und aufgeschlossen für Neues. Die sprichwörtliche Neugier der Katze verhilft ihr täglich zu neuen Eindrü-cken und Erfahrungen.  Alles wird erforscht, untersucht, kontrolliert, beäugt, berochen, angestoßen und erkundet.
Unsere Wohnungskatzen erleben nun seltener Veränderungen und Neues, so dass sie Gefahr laufen, mit solcherlei Dingen nicht umgehen zu können (z. B. ein Umzug, ein neuer Lebensgefährte, ein neues Sofa, ein veränderter Tagesrhythmus).
Je abwechslungsreicher wir den Lebensraum und den Alltag unserer Katze gestalten, desto besser kann sie mit zukünf-tigen Veränderungen umgehen und wird nicht zwangsläufig,  auf das neue Sofa pinkeln.
Abwechslung  sollte dosiert, aber regelmäßig Einzug in das Revier unserer Wohnungskatzen halten. Möglichkeiten Abwechslung durch Außenreizen zu erzielen, hatten wir im vergangenen Journal vorgestellt.
Explorationsmöglichkeiten können Sie auch mit temporären Tabuzonen schaffen. Temporäre Tabuzonen sind Orte oder Zimmer, die der Katze nicht immer zur Verfügung stehen. Ein Kellerraum, ein Speicher oder ein Kriechgang den Sie „zufällig“ offen lassen, bietet der Katze ein neue Welt und ein wunderbares Abenteuer. Genauso kann man der Katze  einen sonst verschlossenen Schrank, eine Schublade oder eine Vitrine zur Verfügung stellen.
Die oft empfohlenen absoluten Tabuzonen, Bereiche zu denen die Katze niemals Zugang erhält, sind aus zweifacher Hinsicht nicht angebracht.
Zum einen erfährt eine Wohnungskatze bereits durch die Haltungsform reichhaltige räumliche Einschränkungen und Beschneidungen ihrer freien Entfaltung, eine zusätzliche künstliche Sperre ist daher sinnfrei.
Zum anderen besteht die Gefahr, dass diese Tabuzone für die Wohnungskatze zu einer Bedrohung wird, da es an ihr Revier angrenzt, sogar einen Zugang zu ihrem Revier darstellte, sie sich aber nie von seiner Ungefährlichkeit überzeugen kann, das sie es nicht kontrollieren darf. Dies führt häufig zu Irritationen und Frustrationen und oft sind die Zugänge zu solchen Tabuzonen Dreh- und Angelpunkt von unerwünschtem Markierverhalten.

Kratzen & Kommunikation

Kratzen erfüllt für Katzen vielerlei Funktionen. Bei dem rituellen Kratzstrecken nach einem Nickerchen, werden die Muskeln gestreckt und gedehnt und gleichzeitig die Krallen gepflegt.
Aber hauptsächlich dient das Kratzen (Kratzmarkieren) der Kommunikation und zwar über drei unterschiedliche Kanäle: optisch, olfaktorisch und akustisch.
Kratzstellen sind nach einiger Zeit gut sichtbar und geben Bewohnern und Revierfremden bereits erste optische Informationen über die Revierinhaber. Solche Kratzmarken findet man meist an oft benutzen Wegen oder Wegkreuzungen, an Türen oder anderen optisch markanten Stellen.
Das übermütige Kratzen vor tierischem oder menschlichem Publikum und dessen akustische Signale dienen, der Selbstinszenierung und demonstrieren Übermut, Selbstbewusstsein und Stärke.
Die optisch sichtbaren Marken werden zusätzlich durch Duftstoffe aus Drüsen an den Pfoten der Katze verstärkt und geben differenzierte Informationen, über Geschlecht, Laune und Alter der Marke. Außerdem wirken diese Duftstoffe auf die Katze auch selbstvergewissernd und dadurch beruhigend.
Gute Gründe für entsprechend gute Kratzmöglichkeiten zu sorgen, damit nicht Türrahmen oder Tischbeine dran glauben müssen. Wichtig ist zu verstehen, dass Sie ihrer Katze das Kratzen niemals abgewöhnen können. Sie können es lediglich auf erwünschte Objekte umlenken. Den richtigen Standort für eine Kratzstelle finden Sie am besten, wenn Sie überlegen, in welchen Situationen Ihre Katze aufgeregt nach einer Kratzmöglichkeit sucht und ihr dort wo, Aufregung und ggf. Frustration erlebt wird, eine Möglichkeit geben sich mit einer guten Kratzmarkierung Luft zu verschaffen. Unser Kater tobt sich am z. B. am  liebsten lautstark und angeberisch in leeren Pappkartons  im Flur aus.
Eine gute Kratzstelle zeichnet aus:

  • Dass die Krallen Spuren in dem Kratzposten hinterlassen
  • Dass der Kratzposten der Katze ermöglicht sich bis zur vollen Höhe auszustrecken und daran hoch zu ziehen
  • Dass der Kratzposten fest verankert ist, nicht wackelt oder bei heftiger Nutzung nachgibt.
  • Dass er sich in der Nähe von Ruhe- und Schlafplätzen befindet
  • Dass er sich in der Nähe von wichtigen Zonen in der Wohnung befindet z. B. im Eingangsbereich.