Philosophie

Was meine Arbeit ausmacht

Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Beziehung zwischen Katzen und Menschen. Mein Ziel ist es, dass beide Parteien zusammen glücklich sind – oder langfristig werden können.

Klassische Missverständnisse – ein Beispiel

Störungen in der Katze/Mensch-Beziehung sind für beide Seiten schmerzhaft und können auf den unterschiedlichsten Ursachen beruhen. Ein klassisches Missverständnis ist zum Beispiel, dass der Mensch dem Verhalten der Katze ein Kalkül unterstellt:

„Meine Katze hat auf das Kopfkissen uriniert, um mich zu bestrafen, weil ich gestern Abend zu spät nach Hause gekommen bin.“

Aber: Katzen haben „katzische“ Gründe etwas zu machen oder nicht zu machen. Sie haben logischerweise eine andere Sicht auf die Dinge, die ihnen passieren als wir. Zudem haben sie auch nur begrenzte, eben „kätzische“ Ausdrucksmittel, um auf einen Misstand oder einen Mangel hinzuweisen. Der Urin Absatz auf Ihrem Kopfkissen kann auf einer nicht gepflegten Toilette oder einer Blasenentzündung beruhen.  Aber auch auf einer Fehlzündung, die von der Straße zu hören ist, gerade in dem Moment als Ihre Katze in der Katzentoilette urinieren wollte. Oder sogar auf der Tatsache, dass  Ihre Katze ein leicht zu verunsicherndes Tier ist, dass nicht damit zurecht kommt, wenn Rituale wie die Fütterung nicht wie gewohnt stattfinden.

Sicher ist jedoch eins: Ihre Katze will Ihnen bestimmt „keins auswischen“… oder Sie erziehen.

Menschen sind im Vorteil – Denn wir können lernen, Katzen zu verstehen

Menschen sehen die Welt anders als Katzen, das ist natürlich. Aber wir haben die Fähigkeit, auch andere Perspektiven einzunehmen. Katzen haben diesen Spielraum nur begrenzt. Darum möchte ich Menschen helfen, ihren Blick auf  die Umstände zu ergänzen oder zu verändern, die zu einem „Fehl“-Verhalten geführt haben und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Im Vordergrund meiner Arbeit mit dem Menschen steht zunächst, zu ermitteln und auch zu vermitteln, welche Auslöser zu einem bestimmten Katzen-Verhalten führen. Es gilt, die Ursachen zu identifizieren, die es der Katze angebracht erscheinen lassen, in einer für uns Menschen unadäquaten Art auf einen Reiz zu reagieren. Ich versuche also dem Menschen zu helfen, „kätzisches“ in der Katze zu verstehen. Haben wir zusammen die Ursachen und Auslöser ermittelt, versuche ich dem Menschen prinzipielle Lernmethoden (positive Verstärkung, Desensibilisierung und Gegenkonditionierung) zu vermitteln. Diese Lernmethoden helfen Ihnen auch im weiteren Umgang mit Ihrer Katze. So können Sie später das Verhalten Ihrer Katze auch in Ihrem Sinne beeinflussen.

Katzen brauchen eine angemessene Umgebung, und sie lassen sich gerne inspirieren

Bei meiner Arbeit mit Ihrer Katze greife ich zunächst auf Managmentmaßnahmen (mehr Toiletten / Kratzbaum / Fütterungsapparat / Grünpflanzen /  Klettermöglichkeiten / Rückzugsmöglichkeiten etc.) zurück. Diese Maßnahmen zeigen Ihrer Katze Alternativen auf, durch die sie ihr Verhalten in einer für den Menschen akzeptable Art und Weise, modifizieren kann. Wichtig ist es, diese Managementmaßnahmen durch eine intensive Bindungsarbeit zwischen Ihnen und Ihrer Katze durch Spiel- und Beschäftigungstherapien zu ergänzen.