Die Kummerkatze wünscht allen Tierfreunden ein frohes neues Jahr!

Im vergangenen Jahr habe ich viel gelernt, ich durfte mit vielen Katzen Bekanntschaft schließen. Mit manchen habe ich gerungen, bei einigen habe ich den Kampf verloren, aber bei den meisten konnte ich große Fortschritte verzeichnen. Und viele mehr wurden im vergangenen Jahr in ein gutes Zuhause vermittelt.

Ich habe viele sehr engagierte Menschen getroffen, die sich bewusst einer nicht ganz so einfachen Katze angenommen haben, die sich gezielt für ein älteres oder scheues oder krankes Tier entschieden haben.

All denen möchte ich von Herzen danken, denn sie führen zu Hause die Arbeit der Mitarbeitern des Tierheims weiter und zeigen uns immer wieder, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen Katzenleben nicht nur retten, sondern auch lebenswert werden lassen.

Ganz besonders habe ich mich gefreut über die Vermittlung von Jane und Tilly, die nun schon ein Jahr her ist, dass sich für Chico und Kira überraschend ein neues Zuhause gefunden hat, darüber, dass nun Hertha, Minka und Molly ein liebevolles tolles Zuhause gefunden haben und nicht nur das Tierheim hinter sich lassen konnten, sondern auch eine zweifelhafte Vergangenheit.

Ich denke an Paul und Felix, ihre große Angst und Verwirrung und bin heilfroh, dass sich doch immer jemand gefunden hat, der sich dem Abenteuer gestellt hat und sie zu sich genommen hat.

Ein gutes Zuhause wirkt Wunder

Ich habe gelernt, dass es im Tierheim eine Grenze für jede Katze gibt, über die ich sie nicht hinweg bringen kann. Ich musste oft einsehen, dass ich nur die Vorarbeit leisten kann und bestimmte Verunsicherungen erst in einem gesunden stetigen Zuhause ausheilen können. Kater Josh lag zum Beispiel wochenlang immer an der Zimmertür und wartete auf mich, aber ich durfte ihn nicht einmal anfassen. In seinem neuen Zuhause dauerte es keine drei Tage, und er holte alles auf, was er an Nähe im Tierheim nicht zulassen konnte. Murmel attackierte uns alle und seine neuen Halter sahen ihn nur durch die Glastür und nahmen ihn trotz unserer Warnungen einfach mit. Sie glauben wahrscheinlich noch heute, dass wir übertrieben haben, denn sie schickten uns schon Fotos vom zweiten Tag, da liegt er neben Frauchen auf dem Sofa und lässt sich den Bauch kraulen.

Es gibt natürlich nicht nur solche kleine Wunder, sondern oft bedarf es auch eines unerschütterlichen Glaubens, dicker Nerven und viel Toleranz, bis im neuen Zuhause endlich etwas gefressen wird, bis die Nase zum ersten Mal unter dem Sofa hervor lugt und bis nach vielen Wochen endlich einmal die ganze Katze gesichtet wird.

Es gab viele Zweifel und Sorgen, Tränen und Ängste, aber es gab auch mindestens ebenso viele neue Freundschaften, vielleicht sogar innigere als ohne solche anfänglichen Schwierigkeiten.

Danke sagen

Mein ganz besonderer Dank gilt den Tierpflegern im Tierheim Rüsselsheim, die eine erdrückend verantwortungsvolle Arbeit haben, täglich mit Unglücksfällen und Misshandlungen konfrontiert werden, die die Tiere mit all ihrem Leid und Schmerzen versorgen und begleiten. Sie müssen hinter verantwortungslosen Tierhaltern aufräumen und was diese entsorgen und wegwerfen, aufpäppeln und gesund pflegen oder erlösen.

Eine Bitte zum Schluss

Noch immer kümmere ich mich um Welpen aus dem Frühjahr und dem Sommer 2012. Ich weiß dass in wenigen Monaten wieder eine neue Flut an Welpen über uns hereinbricht. Ich habe im vergangenen Jahr etwa 120 Katzen betreut und die Situation überrollte mich an vielen Tagen. Ich gebe zu, dass ich schon jetzt vor der ersten Babywelle Angst habe und daher habe ich eine Bitte: Unterstützt bitte alle Bemühungen, die zur Kennzeichnungspflicht und zur Kastrationspflicht führen. Ich finde, wir können und dürfen es uns aus ethischen und aus ökonomischen Gründen nicht leisten, so weiter zu machen.