Zweitkatzenwahl

Katzen sind fakultative Einzelgänger, sie haben ein Anrecht auf sozialen Kontakt zu Artgenossen.

Katzenwelpen sollten frühestens mit drei Monaten von ihren Geschwistern und ihrer Mutter getrennt werden und zu zweit in ein neues Zuhause einziehen. So haben sie die Gelegenheit sich in kätzischem Sozialverhalten zu üben und lernen beiläufig, dass sie nicht immer alles sofort bekommen (Frustrationskontrolle, während der Entwöhung durch die Mutter) und Rücksichtnahme auf den Spielkameraden (Beißhemmung)

Verpaarungen gleichgeschlechtlicher Katzenkinder verlaufen auf lange Sicht gesehen meist harmonischer.

Katzenkinder durchlaufen wie Menschen einen Prozess der sozialen Reifung. Das bedeutet, dass sie mit einem Katzenkind in gewissen Massen auch immer eine Wundertüte mit nach Hause nehmen. Das schüchterne kleine dreifarbige Bündel, dass Sie als Gefährtin für Ihre 5 jährige ruhige Perserkatze vor 6 Monaten mit nach Hause genommen hat, kann sich zu einem spuckenden Tyrannen entwickeln und ihrer armen Maus zu Hause das Leben zu Hölle machen.

Wenn Sie eine erwachsen Katze als Partnerkatze auswählen, können Sie mit größerer Sicherheit ein wesensgleiches und passendes Tier finden.

Haben Sie eine zickige Kröte zu Hause, überlegen Sie gut, ob Sie eine weitere Katze dazu nehmen wollen. Oft empfiehlt sich hier eher ein gesetzter in sich ruhender Kater, der die eine oder andere Backpfeife gelassen einsteckt und sich nicht auf einen Krieg einlässt. Auch ist ein Hund oder ein großes Kaninchen ein willkommener Gesellschafter für eine dominante oder territoriale Katze, da sie erfahrungsgemäß keinen Konkurrenten in einer artfremden Spezies vermutet.