Environmental Enrichment

Unter Environmental Enrichment versteht man eine Verbesserung der Haltungsbedingungen von in Gefangenschaft gehaltenen Tieren (z. B. Katzen in Tierheimen, Pensionen, Laboren und Wohnungskatzen) durch

  • artgerechte Raumnutzung (Raumanspruch),
  • artgerechte Raumstruktur,
  • sensorischer Stimulation
  • Inter- und Intraspezifischer Kontakte

Der Erfolg, der eingesetzten Maßnahmen, lässt sich an verschiedenen Indikatoren die in Verbindung mit dem Verhalten, der Physiologie oder der Kognition der Tiere stehen, messen:

  • Zunahme der physiologischen Verhaltensweisen (z. B. die Wiederaufnahme von Putz- und Komfortverhalten
  • Abnahme atypischer oder unnormaler Verhaltensweisen (z. B. Reduzierung übertriebenen Körperpflegeverhaltens)
  • Diversifikation der gezeigten Verhaltensweisen (z. B. im Bereich der Lokomotion)
  • Diversifikation der Gehegenutzung (auf einem Stuhl liegen, anstatt nur unter einem Stuhl zu liegen)
  • Veränderungen und Störungen werden schneller und folgenloser verarbeitet (Coping)

 

Haltungsbedingte Verhaltensänderungen

Verhalten ist eine Anpassungsleistung an die äußeren Gegebenheiten (Reaktion /Aktionen auf endogene und exogene Reize). Das Verhalten sorgt durch eine spezifische Aktion einen Mangelzustand oder einen Überschuss, der zuvor durch endogene oder exogene Vorgänge entstanden ist auszugleichen.

Das Normalverhalten entspricht einem intakten Organismus in seiner intakten und normalen Umgebung.

Jedes Lebewesen ist fähig sich an verändernde Lebensumstände anzupassen. Art und Umfang dieses Anpassungsvermögens variiert stark zwischen den Arten und den Individuen.

Bestimmte Veränderungen der Lebensumstände überfordern jedoch dieses Anpassungsvermöge. Scheitern diese Bewältigungsstrategien (Coping) leidet das Tier unter der Abweichung vom Normalverhalten.

Viele Verhaltensweisen aus unterschiedlichen Bereichen, wie dem Komfortverhalten, dem Explorationsverhalten oder dem Spielverhalten werden eingeschränkt, je weiter sich das Lebensumfeld von der natürlichen Lebensumgebung entfernt.

Diese Abweichungen vom Normalverhalten (z. B. verringertes Komfortverhalten / übersteigertes Putzverhalten) sind ein Signale für das Unterschreiten einer gerade noch zumutbaren Haltungsform. Im Gegenzug ist ein ethologisch normales Verhaltensdisplay ein Indiz für eine passable Haltung.

 

Generelle Empfehlungen

Die Optimierung der Lebensumstände der Katzen, die unter restriktiven Haltungsbedingungen leben, besteht darin, ihnen ein Minimum an Kontrolle[1] über ihr Lebensumfeld einzuräumen.

Diese Kontrolle erlangt die Katze durch

  • die Sicherheit, dass ihr ausreichende Ressourcen (Futter, Wasser, Ausscheidungsplätze, Rückzugsorte) zur Verfügung stehen, da sie an ihrer Versorgungssituation nicht selber etwas änder kann (Jagen/Rückzug etc) und dem Menschen vollständig ausgeliefert ist, muss sie darauf vertrauen können, dass sie regelmäßig versorgt wird.
  •  Vorhersehbarkeit im Tagesablaufs, da sie die Chance bekommt bestimmten Prozeduren (Gehegereinigung) aus dem Weg zu gehen, auf andere an der entsprechenden Stelle zur entsprechenden Zeit warten kann (Fütterung/Freigang im Außenbereich/Umschluss mit Artgenossen) und mit der Zeit weiß, dass die Ressourcen regelmäßig in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden
  • die Befriedigung des Anschlussbedürfnisses an Menschen und Artgenossen, da eine ständige Frustration dieses Bedürfnisses ein Stressfaktor ist und eine unzureichende Versorgungslage darstellt, der die Katze ausgeliefert ist, da sie keine Möglichkeit hat sie zu gestalten (Abwanderung / Kontaktsuche bzw. –aufnahme)
  • die Respektierung des Rückzugswunsches. Auch hier ist die Katze dem Menschen unentrinnbar ausgeliefert und muss darauf vertrauen können, dass sie sich einer Situation entziehen kann. Rückzug und das Unsichtbar werden ist für Katzen eine Stress-Bewältigungsstrategie. Logischerweise erhöht sich das Stresslevel, wenn der Katze keine Rückzugsmöglichkeiten angeboten werden oder die Katze an diesen Orten gestört wird und der Rückzugsort so seine Funktion verliert

Der Tagesablauf sollte vorhersehbar und kalkulierbar für die Katze sein (Routine) und möglichst keine unerfreulichen Überraschungen (Konfrontationen mit unbekannten Artgenossen oder Menschen oder unvorhersehbaren Prozeduren) bereithalten.

Je mehr Möglichkeiten der Katze geboten werden, ihr physiologisches Verhalten auszuführen (Jagen, Spielen, Ruhen, Lokomotion, Rückzug, Beobachtung, Exploration etc. ) und je mehr Kontrolle die Katze über ihre eigenen Lebensumstände (physiologisch: Verfügbarkeit von Futter / sozial: Kontinuität der Sozialpartner Mensch/Artgenosse) erlangt, desto einfacher ist es für sie eine geeignete Bewältigungsstrategie zu wählen und sich an die gegebenen Bedingungen anzupassen und um so geringer werden die Folgen des dauerhaften haltungsbedingten Stresses sein.

Katzen reagieren meist auf restriktive Haltungsbedingungen genauso wie bei ernsthaften Erkrankungen mit einer Hemmung von physiologischen Verhaltensweisen aus dem Explorations-, Spiel- oder Pflegeverhaltens (Futteraufnahme, Putzverhalten, Ausscheidungsverhalten). Seltener kommt es zur Entwicklung von aktiv gezeigtem unnatürlichem Verhalten.

Hat die Katze ein Umfeld, das ihr ermöglicht verschieden Bereiche aus ihrem Verhaltensrepertoire zu zeigen, werden krankheitsbedingte Veränderungen schneller auffallen.

 

Raumgröße

In einer Studie mit 60 Katzenpaaren wurde unter anderem auch die Raumnutzung der Katzen beobachtet. Die Individualdistanz schwankt zwischen 1-3 m, männliche Paare unterschritten diese Distanz häufiger als weibliche Paare oder gemischtgeschlechtliche Paare.

Der mindestens vorhandene Raumanspruch einer Katze variiert von Studie zu Studie und liegt zwischen 1,7m² und 1,5m², sofern der vertikale Raum bei min. 1, 80 m liegt und den Katzen ausreichend erhöhte Strukturen, als Rückzugsorte angeboten werden.

Weniger Platz oder fehlende erhöhte Strukturen führen unweigerlich zu einer Reduktion von Aktivitäten und einer Erhöhung agonistischer Auseinandersetzungen.

 

Raumstruktur – Die 3. Dimension

Die Struktur des Raumes spielt eine größere Rolle als der insgesamt zur Verfügung stehende Raum.

Die Katzen haben auch hinsichtlich ihres normalen Lokomotionsverhaltens andere Ansprüche als ein Hund. Sie verbringen insgesamt wesentlich weniger Zeit ebenerdig, sondern sie nutzen für die Fortbewegung von a nach b bevorzugt erhöhte Flächen und Strukturen. Sie genießen es zu klettern und zu springen und sind die eigentlichen Erfinder des Parcouring.

Das Wohlergehen kann gesteigert werden, wenn man für die ausgiebigen Ruhe- und Schlafphasen weiche Kissen oder Decken anbietet. Gleichfalls fand man heraus, dass Katzen Holz Plastik vorziehen und Oberflächen und Materialien bevorzugen, die sich Erwärmen und die Wärme halten  (Heu/Stroh /Holz/ …)

Auch dem ausgeprägten Bedürfnis sich zurückzuziehen muss mit entsprechend vielen Versteckmöglichkeiten nach gekommen werden.

In einer Studie mit 60 verpaarten reinen Hauskatzen konnte man beobachten, dass die einzelne Katze 50% des Tages außerhalb der Sicht ihrer Partnerkatze verbringen. Verstecken ist eine Bewältigungsstrategie, um mit Stress ( z. B. Kontakt mit anderen Katzen oder Menschen) umzugehen. Neben Schlafhäuschen, Kratzbaumhöhlen, Pappkartons dienen alle räumlichen Strukturen (Vorhänge, Möbel, Pflanzen, Raumteiler…) als Sichtschutz und verbessern die Raumstruktur, da einzelne kleine Bereiche mehr Aufenthaltsmöglichkeiten und Abwechslung bieten.

 

Sinneswahrnehmungen

Eine sterile Umgebung führt zu Apathie, Langeweile und Aggressionen, da vielfältige Appetenzen[2] aus den Bereichen Jagd, Exploration, Bewegung gehemmt oder unterbunden werden. Insgesamt kann eine reizarme Umgebung zu einer sensorischen Deprivation[3] führen. Daher ist es wichtig der Katze sowohl optisch als auch akustisch und olfaktorisch Reize anzubieten

Eine große Bereicherung für die Katze stellen Ausblicke von Aussichtplätzen dar. Katzen verbringen, sofern man ihnen eine Möglichkeit dazu bietet einen großen Teil des Tages mit dem Beobachten der Vorgänge in ihrer Umgebung, gerade auch außerhalb ihrer Gehege. Beobachten und explorieren sind physiologische Verhaltensweisen, die einen Aktivitätsschwerpunkt neben Ruhen und Jagen bilden.

Strukturen, wie Kratz- und Kletterbäume, Regalbretter, Fenster und Fensterbänke, Catwalks, Aussichtsplattformen, Kisten und Kartons sind nicht nur beliebte Aussichtspunkte und Aufenthaltsorte, sondern sie bieten darüber hinaus auch Gelegenheit für Exploration und Spiel.

Haben Katzen keinen Zugang nach draußen, sollten sie zumindest einen Ausblick auf das Geschehen außerhalb ihres Geheges haben.

Alle Arten von Spielzeug dienen nicht nur der sensorischen Wahrnehmung als Objekt, sondern animieren arttypische Verhaltensweisen aus den verschiedensten Bereichen der Lokomotion (Jagen, Spielen, Erkunden)

Optisch: Beobachtungspunkte mit Blick nach Draußen, auf Artgenossen, Vögel, Menschen, Videoaufzeichnungen für Katzen,

Olfaktorisch: Kratzmarken, Catnipspielzeug, einfach Neusein, Pheromone

Akustisch: Außengeräusche, menschliche Stimme, Artgenossen, Musik

 

Gruppenhaltung: Overcrowding[4] und Soziale Hierarchie

Voraussetzungen für Gruppenhaltungen sind:

  • Gut auf Artgenossen sozialisierte Katzen,
  • ausreichender und gut strukturierter Raum,
  • ausreichende und gut zugängliche Ressourcen (Futter, Toiletten, Ruhe- und Rückzugsorte, immer in der Anzahl n+1),
  • eine stabile Gruppe mit wenig Fluktuation.

Die Gruppengröße sollte 5 nicht überschreiten. In Gruppenhaltung verwaltet jede einzelne Katze die Beziehungen zu den anderen Katzen, aber auch die Beziehungen unter den anderen Katzen[5].

Die Soziabilität der einzelnen Katzen und die Stabilität der Gruppe muss durch die Pfleger überwacht werden. Katzen, die mit dem Gruppenleben nicht zu Recht kommen, oder in einer speziellen Gruppe oder Paarung Schwierigkeiten haben zu entspannen und unter der Situation leiden, müssen die Möglichkeit erhalten, alleine oder in anderen Paarungen untergebracht zu werden.

Gruppenhaltung setzt auch voraus, dass man durch die planvolle Verteilung der Ressourcen und eine gute Raumstruktur verhindert, dass einzelne Tiere die Ressourcen erfolgreich monopolisieren können. Geklumpte Ressourcen potenzieren Konflikte und erhöhen das Stressniveau.

Stress ist direkt mit dem Aggressionspotential in einer Gruppe gekoppelt und kann am Lokomotionsverhalten der einzelnen Katzen gemessen werden.

  • Je weniger Platz pro Tier, desto höher ist das Aggressionsniveau und die Anzahl der Lokomotionen.
  • Die Aggression und die Lokomotionsrate erhöht sich, wenn der Platz pro Katze bei guter Nutzungsmöglichkeit der 3.Dimension unter 2m2 fällt, da die Katzen schneller Gefahr laufen einer anderen Katze über den Weg zu laufen. Dadurch steigt der soziale Stress (Dauerstress).
  • Die Lokomotion erhöht sich für das Alpha Tier genauso wie für das Paria Tier. Das Alpha Tier muss mehr kontrollieren und patrouillieren, die Lokomotion des Paria Tieres wird durch vertreiben induziert, es wird verscheucht, flüchtet häufiger und sucht neue Verstecke auf. Der Unterscheid zwischen Paria und dem Rest der Gruppe besteht im Umgang mit dem Stress der Gruppenhaltung. Der Paria versucht nicht in Erscheinung zu treten, er sitzt bewegungslos und Augenkontakt vermeidend in einem Versteck, bis er verjagt wird.
  • Lokomotionen im Zusammenhang mit Spielverhalten reduzieren sich bei steigender Gruppengröße bzw. abnehmendem Platzangebot je Katze, da die Gefahr beim Spielen in einen Konflikt mit einem Gruppenmitglied zu geraten steigt.
  • Erhöht man das Platzangebot pro Katze um 1m2 so fällt die Lokomotionsrate und damit auch das agonistische/ aggressive Verhalten drastisch ab.

 

Absolute Soziale Hierarchie[6]: Rangfolge ,die von Zeit und Ort unbeeinflusst zwischen mehreren Tieren besteht.

Relative Soziale Hierarchie: Außerhalb der Gruppenverhältnisse hat jedes Individuum einen eigenen sozialen Status, der orts- und zeitabhängig ist. Diese Rangfolge ist also nicht statisch, denn jede Katze erhöht ihren eigenen Staus je tiefer sie sich in ihr eignes Revier zurückzieht, bzw. verliert an Status je weiter sie in das Revier der anderen Katze vordringt. Das Gebiet zwischen den beiden Revieren wird nach zeitlichen Regeln unter den Katzen geteilt.

Relative Soziale Hierarchie wird bei einer straken unfreiwilligen Verdichtung durch die Absolute Soziale Hierarchie überlagert. Es bildet sich zwar keine lineare Hierarchie heraus, aber gerade bei instabilen Gruppen mit hoher Fluktuation, regelt sich das Zusammenleben hauptsächlich durch die Absolute Soziale Hierarchie. Keine Katze kann tatsächlich ein Revier ausbilden. Die ranghöchste Katze kann den gesamten Raum beanspruchen, die rangtiefste Katze wird in einem kleinen Bereich fixiert und bleibt in ihrem Versteck – ihrem Heim erster Ordnung, dass sie trotz ihres niederen Ranges verteidigt, das aber in der Regel von allen Gruppenmitgliedern respektiert wird. Die Möglichkeit der freien Raumnutzung (Erkunden/Umherstreifen) ist an den Rang gebunden.

Eine Begegnung mit Artgenossen führt zwangsläufig zu freundlichem oder agnostischen Verhaltensweisen. Für freundliche Verhaltensweisen müssen die Tiere sich jedoch kennen und die Chance gehabt haben eine Beziehung (Rangordnung) auszubilden. Dazu benötigen die Tiere mindestens 4-5 Tage.

Stressreduzierende Maßnahmen

  • Mindestens eine Versteckmöglichkeit / Rückzugsort pro Katze (Heim erster Ordnung)
  • Für jede Katze einen Futternapf
  • Gute Nutzung der Dritten Dimension, mit, Catwalks, Kratzposten, Kletterbäumen, Aussichtsposten
  • Gruppen so konstant wie möglich halten
  • Aversive Außenreize (Hunde/Lärm) reduzieren

 

Der menschliche Sozialpartner

Studien belegen, dass der Kontakt zu Menschen und die Aufmerksamkeit von Menschen für Katzen ein integraler Faktor für das Wohlergehen ist, der nicht durch Artgenossen, Spielzeug oder reichhaltige Gehegeausstattungen ersetzt werden kann. Jede Katze hat Anspruch auf eine kleine Portion menschlicher Aufmerksamkeit abseits von Füttern und Säubern (Interaktives Spiel, Pflege, Schmuseeinheiten, Training, oder passive Nähe).

Die beste Unterbringung kann fehlende menschliche Zuwendung nicht ausgleichen. Der Pfleger ist für die vorübergehend halterlosen Katzen nun die einzige Bezugsperson. Um diese Verantwortung tragen zu können, muss der Pfleger auch über das Wissen verfügen, dass ihm erlaubt den seelischen und gesundheitlichen Zustand der Katze einzuschätzen, ihre Soziabilität und ihre Eigenheiten zu verstehen.

Während sich die Ausbildungsmöglichkeiten für Hundetrainer, Hundeführer und Hundeausbilder galoppierend vermehren, sind seriöse und anspruchsvolle Weiterbildungsmöglichkeiten für Katzenpfleger und Verhaltenstrainer für Katzen leider immer noch Mangelware und oft auf Tierärzte beschränkt.

Versetzt man jedoch den Pfleger in die Lage, das Leben der Katzen aktiv zu verbessern und zu bereichern, wird die Arbeit des Pflegers auch erfüllender, weil erfolgreicher.

Quellen:

„Overcrowding bei Hauskatzen (Felis libyca forma catus): Hierachische Struktur, Stress- und Aggressionsverhalten“ v. Michael Zechmann

„The Welfrae of Cats“ von Irene Rochlitz

“Comortable Quarters for Cats i Research Institutions”by Irene Rochlitz & “The Ill-Effects of Uncomfortable Quarters” by William M.S. Russell  (labanimals.awionline.org/pubs/cq02/Cq-cats.html)

“Enviromental Enrichment  – Practical Strategies for improving feline welfare” by Sarah Ellis (Journal of Feline Medicine and Surgery (2009) 11, 901-912 ) (www.fabcats.org)

The effect of housing and handling practices on the welfare, behavior and selection of domestic cats (Felis sylvestris catus) by adopters in an animal shelter by N. Gourkow and D. Fraser (www.fabcats.org)

“Recommendations for the housing of cats in the home, in Catteries and animal shelters, in laboratories and in veterinary  surgeries” by  Irene Rochlitz (intl-jfm.sagepub.com/content/1/3/181.abstract)

“In the Company of Others” By Nancy Lawson (www.animalsheltering.org/resources/magazine/may_jun_2003/company_of_others.html)

 “How to set up a comfy Cat Cage” (www.animalsheltering.org/resources/magazine/nov_dec_2001/how_to_set_up_comfy_cat_cage.html)

[1] Vgl. Irene Rochlitz „The Welfare of Cats“ Kapitel 7 „Housing and Welfare”

[2] Verhaltensweisen, die auf eine Mangelbeseitigung (physiologisches Gleichgewicht) abzielen und der Bedürfnisbefriedigung dienen

[3] Sensorische Deprivation bezeichnet den Entzug von Außenreizen, die Sinnesorgane benötigen für die Reifung komplexe Außenreize um ein  vollständiges Referenzsystem  auszubilden, je vielfältiger und abwechslungsreicher das vorhandene Reizangebot ist, desto flexibler und anpassungsfähiger werden die Sinnesorgane entwickelt.  Sensorische Deprivation ist eine gängige Foltermethode.

[4] Overcrowding steht für das unfreiwillige Zusammenleben mehrerer Individuen einer Art bei dauerhafter Unterschreitung der Individualdistanz. Dies geschieht in einem Mehrkatzenhaushalt bei reiner Wohnungshaltung genauso wie in Tierheimen. Vgl. „Overcrowding bei Hauskatzen (Felis libyca forma catus): Hierachische Struktur, Stress- und Aggressionsverhalten“ v. Michael Zechmann

[5]

1 Katze + 1  neu hinzukommende Katze 1 neue Beziehung gesamt 1 Beziehung
2 Katzen + 1 neu hinzukommende Katze 2 neue Beziehungen gesamt 3 Beziehungen
3 Katzen + 1 neu hinzukommende Katze 3 neue Beziehungen gesamt 6 Beziehungen
4 Katzen + 1 neu hinzukommende Katze 4 neue Beziehungen gesamt 10 Beziehungen
5 Katzen + 1 neu hinzukommende Katze 5 neue Beziehungen gesamt 15 Beziehungen
6 Katzen + 1 neu hinzukommende Katze 6 neue Beziehungen gesamt 21 Beziehungen

 

[6] Vgl. Paul Leyhausen „Katzen – eine Verhaltenskunde“