Tony wird streichelbar

Phoebe ♀ geb.2011 Grautigerin Mutter von Pingo, Stubs und Tony (alle drei geboren am 05.07.12)

Phoebe liegt immer in der Kratzbaumhöhle am Boden vor dem Schieber. Ich sitze meist parallel in einem Abstand von ca. 60cm zu ihr, das akzeptiert sie mittlerweile ohne größeres Unbehagen zu zeigen. Die Pupillen sind nicht geweitet, die Schnurrhaare und die Ohren sind entspannt. Einzig die Verschlusshaltung (Pfoten unter den Körper geklappt) zeigt, dass sie der Situation reserviert gegenüber steht. Hühnchen werfe ich aus einer Distanz von 20cm in ihre Höhle, prinzipiell könnte sie mich schlagen, sie tut dies aber erst wenn ich den absoluten Sicherheitsabstand von 10 cm unterschreite. Das Huhn frisst sie ohne Wartezeit und sie bewegt sich auch in der Höhle um an das Leckerchen zu kommen. Wenn ich mich weiter entfernt im Zwinger hinsetze und Hühnchenfleisch in ihre Richtung werfe, kommt sie gelegentlich auch aus der Kratzbaumhöhle heraus. Sie spielt nicht und ist ihren fast erwachsenen Kindern gegenüber sehr tolerant. Sie dürfen ihr Futter wegnehmen und sich zu ihr in die Höhle legen.

Tony ist ein schöner Braun-Tabby und von allen vier am zugänglichsten und am meisten an mir interessiert. Wenn er mich außerhalb der Box hört, maunzt er an der Tür und holt mich dort auch aufgeregt ab. Nach etwa 10 Minuten darf ich ihn am Rücken streicheln. Er klettert beim Spielen über meine Beine und umkreist mich, seine Haltung ist dabei noch leicht geduckt. Er erkundet und untersucht mich vorsichtig und nimmt Hühnchen aus meinen Fingern. Allerdings ist er wie seine Geschwister sehr geräuschsensible. Das Verhältnis zu seinen Geschwistern hat sich in den letzten Wochen verändert, trat Stubs und Tony zunächst nur zusammen auf, so sind nun mehr freundliche oder neutrale Kontakte zwischen Pingo und Tony zu beobachten.

Stubs, der Grautiger, ist sehr eigenbrötlerisch geworden und verteidigt alles, ob Spielsachen oder Futter knurrend gegen seine Geschwister. Er ist sehr selbstbewusst und zeigt auch mir gegenüber fast keine Anzeichen von Angst. Die Jagd auf die Federangel nimmt er sehr ernst und schleppt die Beute dann knurrend unter den Tisch in sein Versteck. In der vergangenen Woche hat er den Federnbalg zerstört und ich musste ihm die einzelnen Federn abjagen. Dazu bin ich zum ersten Mal unter den Tisch gekrabbelt und habe nach den direkt vor ihm liegenden federn gegriffen. Ich hatte befürchtet, dass ich Panik oder einen Angriff auslösen würde. Aber nichts dergleichen. Er bleib sitzen, fauchte etwas, war aber nicht schwer beeindruckt. Eine Feder musste ich ihm sogar aus dem Maul nehmen. Er hielt fest und schlug nach mir. Ich war verblüfft. Auch seine Geschwister werden

von ihm beim Spielen verwarnt.

Pingo, Schwarz-Weiß, ist der schüchternste, ich habe ihn während der Sommermonate nicht im Freigehege gesehen, er lag immer im Schutz der Kratzbaumhöhle bei seiner Mutter. Als ich nun im Innenbereich anfing zu arbeiten, flüchtete er immer panisch nach draußen. Nach einigen Besuchen und etwas Huhn, lugte er vorsichtig durch den Schieber zu uns rein. Seit etwa vier Wochen kommt er nun auch zu uns rein. Er hält den größten möglichen Sicherheitsabstand zu mir von etwa 1,20m ein und duckt sich außerhalb seiner Deckung flach auf den Boden, die er nur für kurze Erkundungen zu einem Stückchen Hühnchenfleisch verlässt. Seine Pupillen sind noch sehr geweitet. Aber die Unbekümmertheit seiner Geschwister macht ihn immer zutraulicher.