Tilly und Jane alias Isis und Duchess

Am 8.01.12 habe ich meinen Schützlingen einen Besuch abgestattet. Sie hießen nun Duchess und Isis und liessen sich nicht blicken. Ihr neuer Mensch gibt sich die aller rührenste Mühe, das Eis zu brechen und ich weiß, dass die Drei eines Tages ein tolles Verhältnis haben werden und sich die Mühe lohnen wird. Die nächsten Einträge handeln von unserer Korrespondenz und einem Katzentagebuch, dass die liebe Wiebke extra für mich führt.
Nach meinem Besuch habe ich noch folgende Vorschläge für die Drei erarbeitet:

Liebe Wiebke,

noch mal vielen Dank für den netten Besuch.
Ich habe mir zu den zweien noch ein paar Gedanken gemacht, die ich Dir jetzt einfach auflöte:

Zum einen könntest Du, wie besprochen zwischen Dich und das wunderschöne Küchenbüffet einen Raumteiler aus einem Pappkarton bauen, so dass da noch eine Barriere ist. Die bitete Sichtschutz für die Katzen, lässt keinen direkten Zugriff aus Sicht der Katzen auf die Katzen zu und zu guter Letzt bietet sie auch noch einen Fluchtpunkt, sollte Katze doch einmal ausprobieren, aus dem Versteck zu kommen.

Außerdem könntest Du versuchen zumindest vor den Spielstunden, ein Laken vom Küchenbuffet herab hängen zu lassen, so dass ihnen der Blick auf Dich genommen ist, und das „gerteln“ unter dem Tuch durch, zum einen einen neutraleren Charakter hat und zum anderen spannender wird.

Auch wie bereits vorgeschlagen ein Stück Zeitung oder Packpaier vor ihrem Guck-Schlitz legen und darunter mit der Gerte kraschpeln, erhöht auch die Spannung.

Dann habe ich noch mal die Positionen sondiert und zwar die vom Kratzbaum und von der besten Position für Dich. Im hinteren Teil des Raumes zu sitzen ist sicherlich erst einmal richtig, da Du keine Fluchtwege versperrst. Toppen könntest Du den Anschein deines Ungefährlichseins noch damit, dass Du nicht auf ihr Versteck schaust sondern Dich in die Esszimmer Richtung orientierst. Nicht direkt gucken ist ja immer höflicher.

Dann der Kratzbaum. Ich glaube er steht zu exponiert. Wenn Du nicht da bist, ist er trefflich positioniert, wegen Fenster schauen und so. Hast Du noch einen alten Kratzbaum oder einen Deckenspanner, den Du an die hintere Seite von dem Buffet quetschen könntest? Dann hätten sie die Möglichkeit aus der von Ihnen präferierten und tatsächlich sichersten Raumseite etwas außer dem Loch unter dem Buffet aus zu probieren.

Wenn Du Dich mit dem Gedanken anfreunden würdest, könnte ich Dir auch einen entsprechenden Baum leihen. Dann denke ich, dass Du diesen Baum noch einmal abhängen solltest. Auch wenn Duchess, wenn Du nicht da bist, ohne Vorhang leben möchte, glaube ich, dass Du ihnen in deiner Gegenwart mit einem solchen Vorhang Bewegungsfreiheit verschaffen kannst. Allerdings würde ich hier kein blickdichtes Laken nehmen, sondern einen relativ durchsichtigen Vorhang. Der Trick dabei wäre, dass der Vorhang für Dich selbstverständlich absolut undurchsichtig ist, Du sie also, sollten sie sich darunter verstecken, niemals, nie, nicht, nunca, never, anschaust. Sie sollen glauben, dass nur sie dadurch schauen können.

Dann wegen des geringen Futterkonsums, würde ich ihnen neben den Futterverstecken eine Krabbelbox mit immer ausreichend verfügbaren Mengen an frischem Trockenfutter zur Verfügung stellen. Wenn Du keine Krabbelbox hast, ist die einfachste Methode einen Schuhkarton zu zukleben, oben ein Loch in den Deckel zu machen, in den Du Futter einfüllen kannst und in alle vier Ecken am Boden der Kiste Mauselochgroße Löcher reinzuschneiden

Dann noch einmal zu den Notfalltropfen. Wie viele tust Du in das Wasser? Weil ich glaube dass die „Dosis“ zu gering ist. Hast Du schon einmal Thunfischbrühe oder Miamore-Multivitaminpaste probiert, wenn sie das gerne haben, ist die richtige Menge zu mindest in einer Katze gelandet. Und die Bierhefe nicht vergessen.

Einen habe ich noch: Glaubst Du, dass Du noch eine Katze mehr verkraften würdest? Also eine die den beiden etwas vormacht, von der sie sich was abschauen können, die ein Verhältnis zu den Menschen hätte, vielleicht ein älterer gut sozialisierter Kater. Oder ist das zuviel Katze für Dich und die Wohnung, dass kann ich schlecht beurteilen. Sollte es eine Option für Dich sein, sollten wir da noch mal drüber nachdenken.

Ansonsten falls Du eine Pyjamaparty mit den beiden machst, sag Bescheid wie es gelaufen ist.

Sobald sich etwas ändert, würde ich mich freuen, wenn Du mir Bescheid sagst, der nächste Schritt wäre, sie mit mehr Nähe zu konfrontieren, z.B. mit dem Rücken am Buffet zu sitzen und mit einem kurzen Spielzeug zu spielen etc.

Ich drücke die Pfoten!