Ulf & Betty (schwarz geb. 2011 und 2012), Justus (Blau-weiß geb. 2012) und Axel (Schwarz-weiß geb. 2012)

In den ersten vier Wochen habe ich keine der vier Katzen zu Gesicht bekommen. Das Zimmer machte den Eindruck verlassen zu sein. Alle vier drücken sich eng und bewegungslos unter der Heizung zusammen.

Ich saß auf der anderen Seite des Zimmers und spielte alleine mit meiner Federangel, warf Leckerchens aufs grate wohl unter die Heizung.

Dann gab es erste Kontakte. Betty oder Ulf, ich kann sie noch nicht auseinander halten, riskierten einen Blick und verfolgten mit den Augen meine Federangel. Dann angelte sich einer der beiden sogar ein Stückchen Huhn und begann es zu fressen, während ich noch im Zimmer war. Aber aus ihrer Deckung kamen sie nicht hervor.

Seit zwei Wochen, sieht man die beiden schwarzen Katzen, Ulf und Betty, hin und wieder von Deckung zu Deckung durchs Zimmer hasten. Auch Justus kann man gelegentlich unter einem Stuhl sitzen sehen. Aber sobald man das Zimmer betritt, haben sich alle in Luft aufgelöst. Ulf und Betty sind immer zusammen unter ihren Verstecken, Axel ist unsichtbar und Justus sitzt jetzt oft während unserer Sitzungen im Rascheltunnel.

Gestern saß Justus zum ersten Mal vor der Tür, als ich die Treppe hoch kam und rannte schnell in Deckung. Als ich die Tür öffnete sprang Betty (oder Ulf) vom Kratzbaum und brachte sich auch unter dem Bett in Sicherheit. Ich setzt mich auf die andere Seite des Zimmers und warf vor ihre Verstecke, oder besser dort wo ich sie vermutete, kleine Stückchen Hühnerfleisch. Nach zehn Minuten sah ich Justus Schnäutzchen langsam einen Vorhang vor seinem Versteck wegschieben und in Zeitlupentempo mit der Pfote nach einem Stück Hühnchen angeln. Obwohl früher oder später immer ein Durchbruch gelingt, bin ich immer wieder zum Platzen glücklich, wenn es soweit ist. Auch die beiden schwarzen Schnuten schoben sich vorsichtig unter dem betthervor Richtung Hühnchen. Als ich dann noch mit der Federangel wedelte, hielt es Ulf oder Betty nicht mehr aus und schlich in einem großen Bogen unter dem Bett zum Kratzbaum, zum Tisch in der Mitte des Zimmers und beobachtete die Federangel aus nächster Nähe. Justus räumte der Weil völlig ungeniert das Hühnerfleisch ab und kam vollständig aus seiner Deckung heraus. Zwei von vieren waren also in Bewegung gekommen – ein guter Tag.

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