Luzi zieht bei Chandro ein und Sternchen beginnt zu leuchten

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Luzis sechs Kinder fanden alle eine gute Stelle. Leider hatte Luzi nicht so viel Glück wie Melly und blieb allein zurück. Sie wurde an Hertas Stelle im Zimmer 4 untergebracht. Dort hat sie schnell einen richtig dicken Freund in Chandro gefunden. Auch mit den beiden sehr verängstigten Schildpatt Katzen Marga und Biene versteht sie sich sehr gut. Ich hatte in den ersten Wochen im Januar und Februar keine Chance an Luzi oder Biene und Marga heran zu kommen, trotz der kalten Witterung waren die drei Damen und Chandro fast ausschließlich draußen.

Nur Chandro kam in dieser Zeit hin und wieder bei mir vorbei und sagte mit seinem kurzen zitternden Schwänzchen „Hallo“. Allerdings konnte ich ihn leider nur zwei oder dreimal anfassen. Daher beschäftigte ich mich viel mit Dominique, der sich nach wie vor nicht anfassen lässt und immer noch sehr nervös ist. An schlechten Tagen haut er mir das Hühnchen aus der Hand, schnappt es hektisch und rennt ein paar Schritte um es da in Sicherheit zu essen. An guten Tagen setzt er sich vor mich und nimmt mir die Bröckchen zivilisiert und vorsichtig mit den Zähnen aus den Fingern. An solchen Tagen spielt er auch etwas mit mir, aber das Spiel schlägt schnell um und er flüchtet wieder in seine Kratzbaumhöhle. Ich habe den Eindruck, dass Herta ihm fehlt, nicht dass er trauert, aber sie hat ihm scheinbar Sicherheit gegeben und nun weiß er nicht mit der neuen Situation umzugehen. Zurzeit versuche ich ihm den Target-Stab näher zu bringen. Anfangs klappe es sehr gut, und auch das clicken schien ihn nicht zu beeindrucken, aber in der zweiten Sitzung, zeigte er unerwartet Angst und rannte immer wieder weg. Ich hätte ihn schon vorher mit Herta mehr ins Clickern einbinden müssen.

Sofie fand ich Anfang Januar mit wackelndem Kopf auf einem Stuhl sitzend. Ich hatte mich so gefreut, dass sie sich in meiner Gegenwart nun im Zimmer aufhielt, und nun schien es ihr sehr schlecht zu gehen. Der Tierarzt stellte eine sehr schwere Entzündung des Innenohres fest, die schon auf das Gleichgewichtsorgan strahlte. Das Ohr musste eröffnet und mehrmals gespült werden. Sofi kam nach drei Wochen beim Tierarzt zurück. Da sie weiter Antibiotikum brauchte, musste sie in der Krankenstation untergebracht. Für eine so scheue Katze wie Sofie ein Supergau. Es ging ihr immer schlechter, alle Bemühungen schlugen fehl und nach 5 Wochen musste die arme Sofi nach einem langen Aufenthalt im Tierheim eingeschläfert werden.

Dann zog vor acht Wochen Sternchen ein. Sternchen lag platt unter einer Decke und schrie, sobald sich jemand ihr näherte. Zunächst dachten wir alle an eine Verletzung und sie kam zum Tierarzt. Sie wurde durch gecheckt und war kerngesund. Aber auch dort schrie sie immer wieder scheinbar grundlos. Als sie wieder zurück kam, begann ich mich mit ihr zu beschäftigen. Ich nebelte erst alles mit Feliway ein und tröpfelte Notfallbachblüten ins Wasser. Ich setzte mich in den ersten Sitzungen mit dem Rücken vor ihr Versteck und spielte mit Dominique.

Nach 10 Minuten hob ich vorsichtig die Decke und legte ihr ein paar Stückchen Hühnerfleisch hin. Nach zwei Sitzungen hörte sie auf zu schreien und nach weiteren zwei Sitzungen steckte sie zum ersten Mal ihr Schnäutzchen unter der Decke hervor. Bald krabbelte sie aus ihrem Versteck und lief jammernd um mich herum, mit zitterndem Schwänzchen und geplustertem Fell. Es machte den Eindruck, als klage sie mir ihr Leid. Nach und nach beruhigte sie sich und begann mit mir zu schmusen. Sie folgte mir im Zimmer wie ein Hund, und saß, wann immer es ging, auf meinem Schoß. Den großen Dominique, der nun wirklich ein stattlicher Kater ist, jagte die kleine taffe Katzendame mit kleinen Gesten durch das Zimmer und auch die anderen Katzen hielt sie auf Abstand. Sternchen konnte mit ihrem aufgeschlossenen Wesen schnell eine nette Familie überzeugen, dass sie die richtige Katze für sie ist und ist in der vergangenen Woche ausgezogen.