Heiter bis wolkig

Bei unserem nächsten Treffen, Sunshine war nun etwa eine Woche in ihrem neuen Zimmer, sprang sie aus ihrem Schränkchen und rannte mir entgegen, um mich mit quengeligen Lauten zu begrüßen. Ich setzte mich und versuchte die andere Katzen mit einem Spielzeug auf Distanz zu halten. Sunshine kletterte hastig auf meinen Schoss, so als wären wir seit langem eng befreundet. Sie gab Köpfchen und ihr Schwanz schlug heftig hin und her. Die anderen Katzen machten ihr noch sehr zu schaffen und ihre ambivalente Stimmung ließ auch mich etwas zaghaft an die Sache ran gehen. Ich hatte eine große, sehr aufgewühlte Katze auf meinem Schoss in unmittelbarer Nähe zu meinem Gesicht sitzen, die mir gegenüber versuchte anschmiegsam und freundlich zu sein, aber gleichzeitig von ihrer Angst vor Artgenossen beherrscht wurde. Sie fauchte und knurrte und quengelte in ihrer unvergleichlichen Art laut und unzufrieden vor sich hin. Aber ich hatte den Eindruck, dass sie die einzelnen Zimmergenossen nun kannte und sie begann sich zu arrangieren.
Als ich gehen wollte, lies sie sich nur widerwillig bewegen von meinem Schoss aufzustehen, als ich sie dann abschüttelte, quittierte sie dies mit einem Pfotenhieb und verschwand eilig und beleidigt in ihrem Schränkchen.
Am nächsten Tag lernte ich eine völlig entspannte Sunshine kennen. Alle anderen Katzen wurden tags zuvor vermittelt und sie war nun seit 24 h alleine in ihrem Zimmer. Sie kletterte auf meinen Schoss, rollte sich eilig ein, begann zu schnurren und viel schnell in einen tiefen und entspannten Schlaf.

 


Leider wird sie nicht lange in den Genuss eines Einzelzimmers kommen, und ich hoffe sehr, dass ich bald jemanden von ihrem wahren Wesen überzeugen kann.