Minka, Molly und Julchen – Unruhe und wechslende Belegschaft

Minka hat die Aufregung um den Tag der offenen Tür und die derzeitige Überbelegung etwas zu gesetzt. Seit langem versteckt sie sich nun wieder unter einer Decke und ist nicht mehr zu sehen. Nur wenn ich ihre die Vitaminpaste vor die Nase stelle, kommt sie für einen kurzen Moment aus ihrem Schneckenhaus heraus. Zurzeit sind neben Molly und Julchen noch Tiger, ein schüchterner Grautiger, Mana, eine ebenfalls etwas verunsicherte schwarze Katzendame, die keine Artgenossen leiden kann und Minka Nr2, eine schwarzweiße Katzendame bei Minka untergebracht.  Zwischendurch waren noch Niki, eine reinrassige Karthäuserin, Coco ein alter schwarzer Kater, der in eine Pflegestelle aufgenommen wurde Zaungäste. Nur Minka sitzt nun schon seit Monaten ohne einen einzigen Interessenten in diesem Zimmer und sieht ihre Artgenossen kommen und gehen.

Molly macht, trotz all dieser Veränderungen und der Unruhe in diesem Zimmer, kontinuierliche Fortschritte. Sie lässt sich jetzt regelmäßig sehen, ihr Interesse an Huhn ist verschwunden, aber Knuspertaschen und Stängelchen werden mit großem Eifer gejagt. Außerdem findet sie die Federangel höchst interessant. Sie spielt zwar nicht ungezwungen, aber sie lässt die Federn nicht aus den Augen und kommt sobald sie das Geräusch hört aus ihrem Kratzbaum hervor. Sie bobachtet die Federn gebannt und geht aufgeregt im Sitzen etwas mit der Bewegung mit. Darüber erschreckt sich aber auch gleichzeitig etwas und schaut sofort wieder prüfend zu mir herüber, ob sie sich das noch wagen darf, was sie da so kess unternimmt. Ich habe den Eindruck, dass sie Spaß hat und dass sie diese einzelnen Erfahrungen sehr genießt und sich immer mehr zutraut.

Leider habe ich für Julchen noch keinen Trigger gefunden. Julchen sitzt nach wie vor unter dem Tisch und lässt sich weder anspielen noch mit Essen locken oder gar streicheln. Hin und wieder kommt sie unter dem Tisch hervor, gibt Köpfchen, schaut einen an faucht und schlägt nach einem und verschwindet wieder unter dem Tisch. Sie sollte bald tierärztlich untersucht werden. Ihre mangelhafte Fellpflege am hinteren Rücken und am Po und ihre ambivalenten Verhaltens könnten ein Indiz für Schmerzen sein.