Josch macht Fortschritte und Minka spielt

Zu dem gemischten Quartett kam nun noch ein Neuzugang. Maya 5 Jahre, ♀, Weiß mit schwarz und sehr füllig. Maya wurde abgegeben, weil sie zu lange alleine sein musste und deswegen unsauber wurde. Ihre Halterin hat sich sehr mit der Entscheidung gequält und lange Zeit versucht das Problem in den Griff zu bekommen. Maya hatte in den vergangenen Jahren zwei Artgenossen durch Krankheit verloren und ihre Halterin hatte Angst eine weitere Katze aufzunehmen. Maya ist sehr anhänglich und vermisst ihr Zuhause sehr. Sie kommt, wenn ich das Zimmer betrete sofort aus ihrem Versteck und begrüßt mich, aber nach einer kurzen Streicheleinheit, zieht sie sich wieder zurück und lässt sich nicht mehr überreden heraus zu kommen. Sie hält sich viel in der Nähe von Minka auf, Josh ist ihr zu wild, zu Merle nimmt sie vorsichtig Kontakt auf. Wenn sie unten im Haus ein Geräusch hört, schaut sie wachsam zur Tür, knurrt und zieht sich schnell zurück. Sie ist noch sehr verunsichert und mit der Situation überfordert.

 

Josh liegt immer vor der Glastür und wartet auf seine Spieleinheit. Er freut sich richtig, wenn er mich sieht und rennt mit aufgerichtetem Schwanz aufgeregt vor meinen Füßen herum. Ich habe ihn mit dem Cat dancer nun schon öfters nahe bei mir bespielt und hin und wieder berühren können. Er dreht sich dann immer empört um, prüft ob noch alles unversehrt ist und starrt mich wegen des Übergriffs an. Ich halte ihm dann immer zur Versöhnung meinen Finger hin. Er schnüffelt erst daran, dann entlädt sich ein Trommelfeuer an Schlägen ohne Krallen auf meine Hand und ich muss mich Doll anstrengen, dass ich nicht Lachen muss. Gestern habe ich ihn ganz ausführlich streicheln können, Merle und er turnten vor mir rum und ich glaube er hat nicht begriffen, dass die Berührung von mir kam, sondern er brachte dies mit seiner Schwester in Verbindung. Das ist immer ein komischer Moment, wenn man so lange auf diesen Punkt zugearbeitet hat und dann berührt man den kleinen Kerl endlich. Aber selbstverständlich ist er noch lange nicht streichelzahm. Josh findet Maya nur mäßig interessant. Keiner der Drei zeigt irgendeine Form aversiven Verhaltens ihr oder Minka gegenüber.

Merle sitzt jetzt oft oben auf dem Kratzbaum, wenn ich komme und macht zur Begrüßung einen Katzenbuckel. Sie läuft um mich herum, gibt Köpfchen und schnurrt. In der vergangenen Woche, hat sie sich sogar auf den Rücken gerollt und mir ihren Bauch zum Kraulen zur Verfügung gestellt.

Meritt sitzt meist unter dem Tisch, sie schnuppert an meinem Finger und nimmt auch etwas Huhn aus meinen Fingern. Sie ist am schüchternsten. Wenn ich Josh genügend ablenke, dann kann ich sie auch zu einem gehemmten Spiel mit dem Cat Dancer oder einem Federpuschel animieren. Meritt ist aber in meiner Gegenwart entspannt, ich kann sogar, während sie frißt im Zimmer herum laufen oder an ihr vorbei gehen, ohne dass sie sich zurückzieht.

Gestern brachte ich eine Pfauenfeder mit, eigentlich um auszuprobieren, ob Minka sich vielleicht doch bezierzen lässt, etwas zu spielen. Josh und Meritt waren begeistert und haben mir die Feder gleich geklaut und zerlegt. Sie hatten großen Spaß.

Aber am meisten habe ich mich diese Woche über Minka gefreut. Ich hatte damit gerechnet, dass sie wegen des Einzugs von Maya zunächst wieder einen Rückschritt macht und nicht mehr zum schlabbern ihrer Multivitaminpaste aus ihrer Festung heraus kommt. Aber Minka ist unbeeindruckt, was Maya angeht. Maya darf sich ihrem Häuschen nähern und rein schauen, ohne dass Minka wütend wird. Ich warte immer bis Minka vor ihrem Schlüsselchen sitzt und dann berühre ich sie sanft und kurz am Rücken. Sie guckt mich immer strafend an, aber sie frisst dann weiter und zieht sich erst zurück, wenn sie aufgegessen hat. Das Ritual mit der Paste ist sehr wichtig und hat die ersten Fortschritte gebracht. Außerdem lag ich auch mit der Pfauenfeder voll auf ihrer Wellenlänge, sie hat tatsächlich , daran geschnuppert, danach gegriffen, rein gebissen und darauf rum gekaut, dann hat sie es sogar (selbstverständlich im Liegen in ihrer Höhle) mit der Pfote gejagt. Das erste Spiel auf das sie sich eingelassen hat. Ich bin ganz verzückt, obwohl ich mir auch große Sorgen um ihre Gesundheit mache, da sie hin und wieder hustet und sehr schwer atmet, wenn das Häuschen verlässt.