Grüße von Merle & Merite

Merle und Merite sind nun seit gute einem Monat in ihrem neuen Zuhause. Merite heißt nun Coco. Merle hat die Umstellung zunächst mehr ausgemacht als Coco, aber nach zwei Wochen hat sie sich einen Ruck gegeben und lässt sich nun auch von ihren neuen Haltern mit Freude streicheln und knuddeln. Coco inspiziert das ganze große neue Revier mutig und ist auch aufgetaut, allerdings hält sie noch Abstand zu ihren Menschen, Anfassen lassen ist ihr nicht ganz geheuer. Aber das neue Zuhause und auch die ungewohnten Menschen sind sehr interessant und nicht wirklich furchteinflößend.

Beide freuen sich schon darauf, den Spätsommer auch im freien genießen können.

Hier die einzelnen Entwicklungsschritte der beiden in ihrem neuen Zuhause

 

28.06.12

Liebe Frau Reinschmidt,


der vergangene Samstag war eine Katasthrophe für die beiden Süßen.Nach der Einfangaktion und der Autofahrt mit weit aufgerissenen Augen sind sie zunächst in eine Art Schockstarre verfallen. Merle versteckte sich im Katzenklo und Marit unter unserem Schuhschrank (Dahaben meine „alten“ Katzen nie drunter gepaßt). In der Nacht sind dann beide zusammen hinter unser Sofa gezogen. Sie haben weder gefressen, noch die Toilette benutzt. Am Sonntagabend hat Marit mich erstmals leise angefaucht. Ehrlich gesagt war ich über diese –wenn  auch negative- Kontaktaufnahme sehr froh. Montagmorgen dann erste Spuren von nächtlicher Aktivität. Verstreute Spielsachen, umgeworfene Vasen, leerfressene Näpfe und ein benutztes Katzenklo. Mein Freund und ich waren überglücklich. Und jetzt gibt es jeden Tag erhebliche Fortschritte. Merle wirkt schon sehr entspannt und gestern abend begegnete mir Marit erstmals im Wohnzimmer! Noch eine wesentliche Änderung: Marit soll zukünftig Coco heißen. Ich danke Ihnen für die gute Vorarbeit und werde Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Gruß aus Groß-Gerau

29.06.12

Liebe Frau S.

das sind gute Nachrichten, die beiden kennen halt nichts außer ihrem  Zimmer im Tierheim. Dass die beiden durch die Fangaktion und der Umzug aus der Bahn geworfen sind, kann ich mir gut vorstellen. Auch dass sie nicht sofort gefressen haben ist kein Wunder, oft dauert dass einige Tage. Aber das sie Nachts alles erkunden ist ein toller Fortschritt. Merle genießt auch passive Nähe, wenn Sie sich in die Nähe von ihrem Versteck auf den Boden setzten und sie ignorieren oder ihr die Hand in die Nähe legen, kann sie sich langsam von Ihrer Ungefährlichkeit überzeugen .Wenn Sie Unterstützung benötigen sagen Sie Bescheid, aber in der Regel ergibt sich die Freundschaft von alleine. Sie sind ja katzenerfahren!

Es war ganz komisch ohne die beiden in ihr Zimmer zu gehen. Auch die dicke Minka vermisst die beiden scheinbar! Sie kam an den folgenden Tagen nicht aus ihrer Burg heraus. Ich freue mich immer über Nachrichten!
Vielen Dank wir drücken die Pfoten für eine schnelle Eingewöhnung!

 

 

11.07.12

Liebe Frau Reinschmidt!

 

Ich hatte schon länger vor Sie mal wieder ins Bild zu setzen, aber seit gestern Abend ist nun tatsächlich (schon) der Knoten geplatzt und ich habe eine super-verschmuste Merle!

Also von vorne: Die deutlich mutigere von Beiden war/ist für mich Coco. Sie hat als erste den Weg durchs Wohnzimmer gewagt, obwohl die Menschen anwesend waren. Zeitweise ist sie ca. zwanzig Mal hin und her gelaufen, um zu testen, welche Gefahren von uns ausgehen könnten. Vom ursprünglichen „Fuchsgang“ ist nun kaum noch was übrig und sie präsentiert sich in ihrer ganzen Schönheit und Größe. Merle hingegen hat sich sehr zurückgezogen. Sie zeigte zwar keine Angst, kam aber auch kaum aus ihrem Versteck und mit Leckerbissen ließ sie sich auch nicht bestechen. Gestern Morgen beim Frühstück leistete uns Coco Gesellschaft und mein Freund und ich redeten noch darüber, dass Merle vermutlich eher ihren Streicheleinheiten im Tierheim nachtrauert und sich deshalb so zurückzieht. Als ich dann gestern Abend nachhause kam dauerte es nur fünf Minuten und Merle strich mir um die Beine. Das war der erste Körperkontakt. Als ich ihr meine Hand anbot, war es vorbei. Überglücklich durfte ich sie intensiv streicheln. Das ganze wurde von einer überaus aufgeregten Coco begleitet, die miaute und mit aufgerichtetem Schwanz um uns herumstrich. Sie würde auch sehr gerne, weiß aber noch nicht wie sie es machen soll. Wir haben gestern einen sehr schönen entspannten Abend gehabt. Heute Morgen kam ich dann fast zu spät zur Arbeit, weil natürlich auch am Morgen geschmust werden muss. Ab sofort werde ich früher aufstehen!

Ist das nicht klasse? Sie sind grade mal gute zwei Wochen bei uns. Damit hätte ich so nie gerechnet und ich möchte nochmal Ihre Leistung hervorheben. Danke! Wenn ich mal wieder eine Hand frei habe, mache ich ein paar Fotos und schicke Sie Ihnen. Bisher habe ich mich da zurückgehalten. Auch staubsaugen wäre mal dringend nötig, aber ich will erst mal lieber nichts riskieren.

ich melde mich wieder bei ihnen!

Herzliche Grüße

 

 

23.07.12

Liebe Frau Reinschmidt,

 

hier mal wieder eine kleine Nachricht von uns. Es läuft immer noch sehr zufriedenstellend. Staubsaugen hat  geklappt und Coco fängt ebenfalls täglich mindestens einmal eine Maus, wenn auch nur eine Stoffmaus. Spielen können wir gut zusammen, sie kommt wenn ich sie rufe und sie riecht immer an meinen Fingerspitzen, aber mehr geht definitiv nicht. Was denken Sie? Einfach Geduld, oder gibt es noch andere Tricks? Sie ist sehr interessiert an der Außenwelt und sitzt gerne an der Terassentür. Ich erzähle ihr täglich, das sie erst dann raus darf, wenn sie sich anfassen läßt, vielleicht hilft das ja.

Merle ist super, ganz entspannt und ich bin sicher das sie sich wohl fühlt. Anbei ein paar Fotos.