September 2011

September 2011:

Freddy ist der erste der Kontakt zu mir aufnahm, er pfötelte bereist am ersten Tag mit der Gerte, hielt sich immer in meiner Nähe auf und versteckte sich auch bei mir vor Tapsi. Sein Spiel war gehemmt und nie übermütig. Er reagierte schon nach zwei Besuchen auf mein Blinzeln mit zurückblinzeln.

Tapsi war auch vom ersten Tag an interessiert allerdings „spielte“ sie nur mit einer dicken Stoffwurst. Sie riss sie mir aus der Hand, biss hinein und bearbeitete sie fest umklammert mit den Hinterpfoten.

Ich hatte oft den Eindruck, dass sie sich abreagierte und dass ihr Verhalten nicht spielerisch war. Flog die Stoffwurst in hohem Bogen weg, dann bearbeitete sie ihren Bauch in ungeminderter Wut weiter mit ihren Hinterpfoten um unvermittelt auzuhören und jaulend weg zu rennen.  Dieses Verhalten zeigte sie hauptsächlich auf erhöhten sicheren Plätzen. Auf Blinzeln reagierte sie je nach Laune mit Starren oder mit wegschauen, jedoch nie mit Zurückblinzeln.

Larry schaut zu dieser Zeit aus der Ferne, vom anderen Ende des Geheges  zu, nahm jedoch Blickkontakt auf und blinzelte auch zurück. Ich rollte einen Ball aus einer Entfernung von etwa 5 m auf ihn zu und war überrascht wie froh und übermütig er auf diese Anregung reagierte. Er tatzelte ihn aufgeregt durch das Gehege, in sicherer Entfernung zu mir, kugelte sich mit ihm. Ihm hatte ich offensichtlich eine Freude gemacht.

Emilia streifte ruhelos durch das Gehege, kam auch hin und wieder in meine Nähe (ca. 1 m), wenn ich ruhig auf dem Boden saß. Sie musterte mich und lief weiter ihre Runde. Gesundheitlich macht sie einen angegriffenen Eindruck, die Augenlieder waren etwas schorfig, genau wie das rechte Ohr am Rand. Das Fell war strohig und matt, aber nicht sehr verfilzt. Sie wirkte sehr mager, obwohl sie gut (mit Appetit) fraß. Die Essenszeit kannte sie genau und wartete bereits vor der Tür auf die Ration.  Vincent versuchte unsichtbar zu bleiben und flüchtete bei einer Annäherung (3 m ) vor mir.