Herta

Herta 3 Jahre ♀ im Tierheim geboren, Zimmer 3 Katzenhaus

Herta ist mir schon länger aufgefallen, sie sitzt oft an der Glastür und beobachtet, wer kommt und geht.

Das Zimmer 3 hat den größten Freibereich dort sind auch drei kleine Gartenhäuschen angeschlossen, aber es beherbergt auch insgesamt 10 Katzen. Fünf davon sind so gut wie unsichtbar, es sind verwilderte Hauskatzen, die an ihren Futterstellen nicht mehr geduldet wurden, und vermutlich bis zu ihrem Lebensende hier in Zimmer 3 sitzen werden – lebenslänglich.

Herta ist nicht scheu, aber auch kein anhänglicher Charakter. Wenn man mit ich durch die Tür Kontakt aufnimmt, tut sie so, als wäre ihr nichts wichtiger als menschlicher Kontakt. Sie steigt an der Tür hoch und reibt ihr Köpfchen, der Schwanz zittert und sie trippelt auf den Zehenspitzen. Tritt man ein, dann steigt sie beim Köpfchen geben ganz euphorisch ein wenig hoch, schlängelt sich an den Beinen entlang, rennt ein Stückchen weg, um gleich wieder um zu drehen und sich erneut anzuschmeicheln. Beugt man sich herab und hält ihr die Hand hin, beißt oder schlägt sie.

Zu ihren Mitkatzen, insbesondere zu Bagihra (schwarz ♀) ist sie eher streitbar und dominant. Da es in der letzten Zeit zunehmend zu Auseinandersetzungen gekommen ist, gehört es auch zu meinen Aufgaben, die Ursachen oder den Verursacher zu finden.

Meine Ziel: Herta muss berechenbarer werden und die menschliche Hand toll finden, um ihre Vermittlungschancen zu verbessern und ich muss die Soziabilität in dem Zimmer verbessern.

Meine Strategie: Ich werde mit Herta clickern. Da ihre Attacken meist bei dem Versuch der freundlichen Kontaktaufnahme durch den Menschen mit der Hand erfolgen, wird sie viel Kontakt mit der Hand aufnehmen müssen, beim Füttern und bei Kunststückchen. Reagiert sie agonistisch, werde ich ihr meine Aufmerksamkeit entziehen und Spiel und Kontakt konsequent abbrechen. Da sie an menschlicher Aufmerksamkeit interessiert ist, wird belohnt was freundlich oder neutral ist. Interaktive Spieleinheiten sollen für mehr Auslastung führen und ein Abbruchsignal soll helfen, agonistische Interaktionen mit Artgenossen zu steuern.