Glück

 Wölkchen und Luna machten es mir auch in den letzten Wochen nicht leicht an sie heran zu kommen. Erschwerend kam hinzu, dass die beiden scheuen Katzendamen sich die Box vorübergehend mit zwei Halbstarken teilen mussten, die die Inneneinrichtung regelmäßig verwüsteten und sämtliche Verstecke unbrauchbar machten. Während dieser Zeit, war an eine geordnete Kontaktaufnahme nicht zu denken.
Nun sitzen die beiden wieder alleine und haben ihren normalen Rhythmus zurück und ich habe seit 10 Tagen meine Besuche wieder aufgenommen. Trotz der Unterbrechung wirkte Luna entspannter und knusperte sogar während meiner Anwesenheit meine Leckerchen, die ich ihr bedächtig in ihre Höhle legen darf, ohne dass sie schreit oder nach mir schlägt.
Wölkchen liegt, wie immer, flach gedrückt in Verschlusshaltung unter Ihrem Tisch und duckt sich noch tiefer in das Kissen, wenn ich sie anfasse. Der Anblick machte mich regelmäßig traurig und ich versuchte etwas Neues. Ich legte mich flach in die Box, mit dem Kopf unter dem Tisch, so dass wir gleich groß waren. Meine Hand legte ich locker neben sie auf den Rand ihres Kuschelbetts. Nach einer Weile bewegte sie sich und entspannte wieder etwas. Sie schob die Füße etwas zur Seite und legte den Kopf auf den Rand des Kissens. Nach der dritten Sitzung, die ich mit ihr unter dem Tisch verbrachte begann sie leise zu schnurren – mein schönstes Erlebnis in der vergangenen Woche.