Clickertraining und Impulskontrolle

Hertas  Abwehrreaktionen treten auf, wenn, sie in einem Konflikt mit einem Artgenossen steht oder noch von einer vorangegangenen Auseinandersetzung aufgeregt ist und wenn die Manipulation des Menschen in ihrem Rücken stattfinden. Wenn sie also enthusiastisch Köpfchengebend und Flankenreibend  an mir vorbeistreicht  und ich sie beispielsweise am Rücken streichele. Sie dreht sich rum und schnappt und haut, insgesamt wirkt sie nicht wütend, sondern verunsichert. Halte ich in ihrer  Abwehrbewegung still und unterbreche meine Manipulation, unterbeleibt der Angriff und sie setzt sich unwillig hin und betrachtet meine ausgestreckte Hand. Mittlerweile darf ich bis zu den Schulterblättern kraulen und langsam streicheln. Sie lässt sich sogar unter dem Kinn kraulen. In den vergangenen drei Stunden kam es zu keinem Übergriff. Einmal biss sie in meinen Finger, erinnerte sich aber daran, dass mir das nicht gefällt und knabberte nur ganz zart auf ihm herum.

Auch unser Clickertraining zeigt Erfolge. Herta kann nun auf Kommando Köpfchen geben und wird im Moment auf ein Target konditioniert. Das ist etwas schwieriger, da sie Köpfchen geben ja ohne hin toll findet und in dem Zimmer, auf Grund der Differenzen zwischen den Bewohnern, viel Unruhe und Stress herrscht. Am meisten genießt sie aber die Spieleinlagen, da kann sie richtig albern werden und es macht Spaß zu sehen, wie der Stress wie weg gewischt erscheint.