Glückskatze mit Pechsträhne

Jeamy, Glückskatze, ♀, ca. 14 Jahre

Jeamy wurde gefunden. Sie tut sich sehr schwer in ihrer neuen Umgebung und hat mich in den ersten Tagen gemieden. Ich habe mich dann vor die Gehegetür gesetzt und sie mit einem Federwedel gelockt. Nach einigen zögerlichen Versuchen hat sie etwas gespielt. Die meiste Zeit saß sie nur in einigem Abstand vor der Tür und jammerte. Am nächsten Tag durfte ich eintreten und sie flüchtete nicht in den Außenbereich, sondern nur unter den Tisch. Ich sprach mit ihr, bot ich Huhn an und fummelte mit dem Federpuschel unter dem Vorhang des Tisches. Am zweiten Tag schlug sie unter dem Tisch im Dunklen nach dem Puschel und steigerte sich in einen wütenden Spielausbruch. Nach dem sie sich müde getobt hatte, setzte sie sich in einiger Entfernung vor mich und begann wieder kläglich zu jammern. Sie nahm ein paar Knuspertaschen vom Boden auf, aus meiner Hand nahm sie nichts. Annäherungen duldete sie bis etwa 10 cm. Dann entzog sie sich der Situation. Nach drei weiteren Besuchen, schnupperte Sie an meinem Finger.

Vor ein paar Tagen hielt sie es nicht mehr aus. Nach einem ungehaltenen Spiel und wütenden Schlägen auf den Federpuschel, hob ich den Vorhang an und legte meine Hand auf das Kissen neben sie. Nach 5 min begann sie an mir zu schnuppern und lies sich streicheln. Sie genoss die Streicheleinheit ausgiebig, strich immer wieder an mir vorbei, kletterte über mich drüber und schnurrte. Kein bisschen feindseelig, kein bisschen verunsichert. Seit dem sitzt sie an der Gehegetür und ruft nach mir, wenn sie mich hört. Wenn ich zu ihr gehe, trippelt sie mit schlagendem Schwanz vor mir her und kann es nicht abwarten, bis ich mich endlich hingesetzt habe. Dann fängt sie an zu schnurren und zu quäken, klettert hektisch über mich drüber und gibt mir Köpfchen. Sie versucht energisch nach zu holen, was sie den ganzen Tag so schmerzlich vermisst. Sie braucht schnellst möglich ein Zuhause.