Targettraining

Im vergangenen Monat hat Herta weitere Fortschritte gemacht. Sie hat den Targetstab kennengelernt, bedient ihn souverän mit der Nase und springt nun auf Kommando auf einen Stuhl. Der erste Schritt für einen Sprung von Stuhl zu Stuhl durch einen Reifen. Aber am schönsten ist, dass mir auch die Pfleger bestätigen, dass sie viel ruhiger geworden ist. Ich bin ein wenig vernarrt ihn  diese große eigenwillige Katze und hoffe, dass ihr die Kunststückchen doch nun bald ein eigenes Zuhause verschaffen.
Zu unseren Trainingsstunden erhalten wir immer mehr Zuschauer. Nach dem Biggy im Juni zufällig das Herz einer Besucherin erobern konnte, trauen sich jetzt auch regelmäßig Egon (15 Jahre, ♂ Schwarz-Weiß) und eine kleine Grautigerin mit halben Schwanz, deren Namen ich nicht kenne zu uns. Sie sind sehr unsicher, aber gleichzeitig auch sehr an Huhn interessiert. Dominique duldet Egon nicht in seiner Nähe, während die Grautigerin keinen Respekt vor Dominique hat. Herta gehen diese Umtriebe insgesamt völlig gegen den Strich.

Dominique, habe ich einige Male am Rücken anfassen können, als er in meiner Nähe Huhn gefressen hat. Aber das Anfassen hat ihn stärker irritiert als ich dachte. Er mied mich daraufhin zwei Tage, nahm kein Huhn mehr aus der Hand und näherte sich auch nur noch auf Armlänge. Ich muss mir für ihn etwas anderes ausdenken.

Bagihra residiert noch immer hauptsächlich auf dem Bett über uns. Ich darf sie hin und wieder am Kopf anfassen, aber sie zieht sich schnell wieder zurück. Ich komme nicht an sie heran. In Anwesenheit der anderen Katzen ist sie zu bedacht sich abzugrenzen. Hin und wieder stürzt sie sich für mich unvermittelt auf Dominique oder Herta, die nach meinen Beobachtungen, zuvor nicht provozierten.