Neugkeiten von Minka, Molly und Co

Seit dem letzten Eintrag haben sich die Zimmergenossen öfter verändert. Arkim und Amor wurden durch Jake (♂, Grau mit Weiß, ca. 2 Jahre) ersetzt, der Molly belagerte. Nach Jake kamen Lia (♀, Schwarz, ca 4 Jahre), Momo (♀, Schwarz 2 Jahre) und Fee (♀ Rotgetigert, ca. 2 Jahre).

Lia störten die Artgenossen sehr, daher aß sie nicht. Da sie bereits einmal an einer hepatischen Lipidose erkrankt war, weil sie nicht aß, beobachtete ich ihr Essverhalten genau. Ich versuchte sie jeden Tag zumindest zu ein oder zwei happen zu überreden. Sie wohnte in einem Kratzbaum und kam nie auf den Boden, aber sie liebte es auf mir herum zu klettern und nach ein paar Tagen aß sie brav immer ein paar Leckerchen. Gott sei Dank verliebte sich eine ältere Dame in die wunderhübsche schlanke Katzenperson und ihr Aufenthalt im Tierheim nahm ein glückliches Ende.

Für Lia kam Susi (♀, 10 Jahre, Schwarz) und auch sie aß nicht. Es waren nicht unbedingt die anderen Katzen, die Susi verunsicherten, auch wenn sie zuletzt mit einem sehr dominanten Kater zwangsvergesellschaftet war, der sie stark unterdrückte. Susi litt einfach unendlich unter dem Verlust ihres Zuhauses. Ihre Familie hatte Susi im Tierheim untergebracht, bis sie eine neue Wohnung gefunden hatten und besuchten sie regelmäßig, da auch sie an der Trennung litten. Auch hier brauchte ich viele Schmuseeinheiten, um diese sanfte traurige Katzenseele zu überzeugen, wenigstens ein paar Happen zu sich zunehmen. Ich hoffe, dass die Familie bald eine Möglichkeit findet Susi wieder zu sich zu nehmen. Auch dies ein Fall den man mit Nachhause nimmt.

Doch für die Stimmung im Zimmer waren Momo und Fee verantwortlich. Fee ist eine sehr verspielte und aufgeschlossene junge Katze, die bislang ohne Artgenossen gehalten wurde. Sie interessiert sich nicht sonderlich für die anderen, lediglich mit Momo gerät sie hin und wieder aneinander. Momo ist klein schwarz und sehr selbstbewusst. Sie thront auf dem Tisch in der Zimmermitte und beobachtet alles kritisch. Zu mir ist sie sehr freundlich und aufgeschlossen, besonders gerne spielt sie mit dem Federpuschel, auf Artgenossen könnte sie gut verzichten, obwohl sie dann ja auch niemanden mehr kontrollieren könnte. Susi kommt nur in meiner Anwesenheit aus ihrem Kratzbaum in dem vorher Lia wohnte heraus und gerät nicht zwischen die Fronten, Fee ist gegenüber Susi neutral, Momo zickig.
Minka verwarnt alle bei Auseinandersetzungen aus ihrer Trutzburg heraus grimmig. Nach dem sie zunächst, als die beiden Damen einzogen, ihren Wohnsitz in eine große Schublade verlegte, fielen unsere Streicheleinheiten beim Paste schlabbern aus, da sie nicht vor die „Tür“ kam. Aber sie hat sich nun auch wieder an die Veränderung gewöhnt und wir machen einfach weiter wo wir stehen geblieben sind. Sie nimmt zwischenzeitlich Futter mit der Schnute aus meiner Hand und duldet auch ein sanftes Kraulen am Kopf, wenn sie mit Essen beschäftigt ist. Leider setzt ihr die momentane Hitze sehr zu und ich befürchte auch, dass sie leider noch etwas zu genommen hat. Sie schnurrt noch immer hin und wieder, wenn ich in ihre Nähe komme. Ich bin ganz selig, dass sie nach diesen ganzen Monaten so „zugänglich“ geworden ist.

Aber am meisten erstaunt hat mich Molly. Die ganzen Wochen habe ich überlegt, wie ich mich mehr mit ihr auseinandersetzten kann. Immer habe ich gedacht, dass ich mich nicht genug und nicht effizient genug um sie kümmere. In der vergangenen Woche habe ich ihr ein Baldriankissen unter eine abgehängte Bank gelegt, die vor der Heizung, ihrem ständigen Aufenthaltsort steht, gelegt. Und nach etwa fünf Minuten habe ich zum allerersten Mal ihr kleines graubraunes Schnäutzchen unter der Decke hervor lugen sehen. Und Gestern hat sie, während meiner Anwesenheit, nicht nur gefressen, sondern dabei sogar ihren ganzen Kopf unter der Heizung vorgestreckt. Das war das erste Mal, dass ich ihren Kopf gesehen habe, abgesehen von meinen Aufenthalten unter der Heizung. Das gibt mir Hoffnung, dass sich hier nicht das Selbe wie bei Jane abspielt.